Halbmarathon- und Marathontraining bei Hitze richtig steuern
35 Grad am Wochenende. Genau dann, wenn bei uns ein Laufseminar stattfindet. Und genau dann, wenn sich viele Läuferinnen und Läufer in der Halbmarathon- oder Marathonvorbereitung dieselbe Frage stellen: Soll ich meinen Trainingsplan bei Hitze durchziehen, anpassen oder eine Einheit lieber ausfallen lassen?
Die kurze Antwort lautet: Hitze verlangt Anpassung, nicht in jedem Fall Verzicht. Wer versteht, was hohe Temperaturen im Körper auslösen, kann Dauerläufe, Intervalle und Long Runs sinnvoll steuern, ohne den Trainingsreiz zu verlieren oder unnötige Risiken einzugehen.
In diesem Artikel erfährst du, warum der Puls bei Hitze steigt, warum die Pace langsamer werden darf, wie du deinen Halbmarathon- oder Marathon-Trainingsplan bei hohen Temperaturen klug anpasst und welche zehn praktischen Tipps dir helfen, auch im Sommer vernünftig weiterzutrainieren.
Inhalt
- Warum fühlt sich Laufen bei Hitze so viel schwerer an?
- Warum steigt der Puls bei Hitze?
- Was passiert mit dem Blutplasmavolumen?
- Hitze wirkt nicht nur körperlich, sondern auch mental
- Wie solltest du dein Training bei Hitze anpassen?
- Dauerläufe bei Hitze
- Intervalle bei Hitze
- Long Runs bei Hitze
- Wie wichtig ist eine einzelne Einheit wirklich?
- Wann solltest du vorsichtig werden?
- 10 praktische Tipps für das Training bei Hitze
- Die Anpassung eines Trainingsplans ist kein Scheitern
Als ich an diesem Freitagmorgen selbst laufen war, habe ich die Hitze schon gespürt. Und natürlich habe ich mir die gleiche Frage gestellt, die sich gerade tausende Läuferinnen und Läufer in ihrer Halbmarathon- oder Marathonvorbereitung stellen:
Ziehe ich mein Training durch? Passe ich es an? Oder lasse ich es besser ausfallen?
Bei Hitze zu joggen ist schon anspruchsvoll. Einen Trainingsplan für Halbmarathon oder Marathon durchzuziehen, ist aber noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Schließlich trainieren wir nicht einfach nur zum Spaß an der Bewegung. Wir verfolgen Ziele. Wir möchten schneller werden, einen Halbmarathon oder Marathon in einer bestimmten Zeit laufen und wissen, dass die einzelnen Trainingsreize aufeinander aufbauen.
Genau deshalb entsteht bei vielen Läufern Unsicherheit. Verliere ich Form, wenn ich eine Einheit ausfallen lasse? Mache ich einen Fehler, wenn ich langsamer laufe? Oder schade ich mir vielleicht sogar selbst, wenn ich versuche, die geplanten Geschwindigkeiten trotz Hitze um jeden Preis durchzuziehen?
Wer versteht, was hohe Temperaturen im Körper auslösen, kann sein Training meist sinnvoll fortsetzen, ohne unnötige Risiken einzugehen. Die Inhalte basieren auf einer ausführlichen Folge des MARATHON PODCAST und werden hier für dich strukturiert und erweitert zusammengefasst.
Warum fühlt sich Laufen bei Hitze so viel schwerer an?
Viele Läufer merken schon nach wenigen Minuten, dass sich das Training anders anfühlt. Die Beine werden schwerer, der Puls steigt und die Pace sinkt. Schnell entsteht der Eindruck, man sei schlechter geworden oder habe Form verloren.
Doch die Wahrheit ist eine andere: Nicht du bist schlechter geworden, sondern die Bedingungen sind anspruchsvoller geworden.
Normalerweise hat dein Körper beim Laufen eine Hauptaufgabe: Er soll dich möglichst effizient von A nach B bringen. Bei Hitze kommt jedoch eine zweite Aufgabe hinzu. Der Organismus muss sich gleichzeitig kühlen. Und genau das kostet Energie.
Das Herz-Kreislauf-System arbeitet stärker, die Schweißproduktion steigt und ein Teil der verfügbaren Ressourcen wird nicht mehr ausschließlich für die Fortbewegung genutzt. Stattdessen investiert dein Körper zusätzliche Energie in die Temperaturregulation. Deshalb fühlt sich dieselbe Belastung plötzlich deutlich anstrengender an.
Warum steigt der Puls bei Hitze?
Viele Läufer beobachten bei Sommerhitze einen deutlich höheren Puls als gewohnt. Das hat einen einfachen Grund.
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Wenn die Körpertemperatur steigt, wird mehr Blut zur Hautoberfläche transportiert. Das Blut nimmt Wärme aus der Muskulatur aus dem Körperinneren auf und gibt sie an die Umgebung ab.
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Gleichzeitig produziert der Körper Schweiß. Verdunstet dieser auf der Haut, entsteht ein zusätzlicher Kühleffekt. Das vorbeiströmende Blut wird dabei ebenfalls gekühlt. Dieser Mechanismus funktioniert hervorragend. Allerdings hat er seinen Preis.
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Ein Teil des Blutkreislaufs wird nun verstärkt für die Kühlung genutzt. Gleichzeitig verlierst du durch das Schwitzen Flüssigkeit. Das Herz muss deshalb stärker arbeiten, um Muskulatur und Organe weiterhin ausreichend zu versorgen. Die Folge ist ein höherer Puls.
Wenn du nach Herzfrequenz trainierst, wirst du feststellen, dass deine Pace sinkt. Versuchst du dagegen, die gewohnte Pace zu halten, steigt der Puls deutlich stärker an. Beides ist völlig normal. Der klügste Rat bleibt wie so oft auch hier: Puls vor Pace!
Was passiert mit dem Blutplasmavolumen?
Ein spannender Aspekt, über den im Laufsport vergleichsweise selten gesprochen wird, ist das Blutplasmavolumen.
Durch das Schwitzen verliert der Körper Flüssigkeit. Dadurch sinkt zunächst das Blutplasmavolumen. Das Blut wird gewissermaßen konzentrierter und das Herz muss stärker arbeiten, um den Kreislauf stabil zu halten. Genau deshalb fühlen sich die ersten heißen Tage des Jahres oft besonders anstrengend an.
Die gute Nachricht: Der Körper kann sich anpassen.
Was ist Blutplasma?
Blutplasma ist der flüssige Anteil des Blutes. Es besteht überwiegend aus Wasser und transportiert unter anderem Mineralstoffe, Eiweiße, Hormone, Nährstoffe und Stoffwechselprodukte durch den Körper.
Wenn du stark schwitzt und zu wenig trinkst, verliert dein Körper Flüssigkeit. Dadurch sinkt der Wasseranteil im Blutplasma. Das Blut wird konzentrierter und fließt weniger leicht. Das Herz muss stärker arbeiten, um Muskeln, Haut und Organe weiter gut zu versorgen. Zähflüssiges Blut lässt den Puls steigen. Trinken beugt vor.
Bereits nach einigen Tagen regelmäßiger Hitzeexposition beginnt er, mehr Flüssigkeit im Kreislauf zurückzuhalten. Das Blutplasmavolumen steigt wieder an. Dadurch verbessert sich die Wärmeabgabe, das Herz wird entlastet und die Thermoregulation funktioniert effizienter.
Merke
Hitze kostet zunächst Leistung. Wer klug damit umgeht, wird später oft mit genau den Anpassungen belohnt, die das Laufen bei normalen Temperaturen wieder leichter machen.
Viele Läufer erleben deshalb nach einer Hitzephase einen interessanten Effekt: Bei moderaten Temperaturen fühlen sie sich plötzlich wieder besonders leistungsfähig.
Hitze wirkt nicht nur körperlich, sondern auch mental
Neben den körperlichen Veränderungen gibt es noch einen zweiten Effekt, der häufig unterschätzt wird: Hitze beeinflusst unser Denken.
Viele Läufer kennen das. Man wirft einen Blick auf die Uhr und sieht eine langsamere Pace als gewohnt. Gleichzeitig liegt der Puls höher als sonst. Und obwohl sich an der eigentlichen Fitness nichts geändert hat, entsteht sofort ein unangenehmes Gefühl.
„Heute läuft es nicht.“
„Ich bin nicht gut drauf.“
„Meine Form ist weg.“
Dabei stimmt meist keine dieser Schlussfolgerungen. Die Form ist nicht verschwunden. Der Trainingsplan funktioniert weiterhin. Der Körper reagiert lediglich auf deutlich anspruchsvollere Bedingungen. Wer bei 30 oder 35 Grad dieselben Leistungen erwartet wie bei 15 Grad, wird fast zwangsläufig enttäuscht.
Genau hier beginnt oft das eigentliche Problem. Aus Frust versuchen manche Läufer, die Hitze mit Härte gegen sich selbst zu bekämpfen. Sie erhöhen das Tempo, ignorieren Warnsignale des Körpers oder versuchen mit Willenskraft die Pace zu erreichen, die auf dem Trainingsplan steht. Aus einem sinnvollen Trainingsreiz wird dann schnell eine unnötige Belastung. Dabei ist die Lösung viel einfacher: Die Bedingungen akzeptieren und das Training anpassen.
Ein langsamerer Dauerlauf bei großer Hitze ist kein Zeichen von Schwäche. Vier sauber gelaufene Intervalle können wertvoller sein als sechs erzwungene. Und manchmal ist es sogar die klügste Entscheidung, eine Einheit zu verkürzen oder zu verschieben.
Wer versteht, was Hitze im Körper auslöst, kann deutlich entspannter mit höheren Pulswerten, langsameren Zeiten und einem veränderten Belastungsgefühl umgehen. Genau diese Gelassenheit unterscheidet häufig den erfahrenen Läufer vom ungeduldigen Läufer.
Denn am Ende gewinnt nicht derjenige, der jede Einheit um jeden Preis durchzieht. Erfolgreich sind meist die Läufer, die ihre Ziele konsequent verfolgen und trotzdem flexibel genug bleiben, auf außergewöhnliche Bedingungen zu reagieren.
Wie solltest du dein Training bei Hitze anpassen?
Kommen wir nun zur entscheidenden Frage: Was bedeutet dieses Wissen für deinen Trainingsplan? Die Antwort lautet weder „Augen zu und durch“ noch „Training ausfallen lassen“. Die richtige Antwort liegt meistens dazwischen. Genau diese Frage habe ich mir übrigens auch vor unserem Laufseminar Mitte Juni 26 gestellt. Für das Wochenende waren Temperaturen von bis zu 35 Grad angekündigt. Deshalb haben wir das Programm nicht abgesagt, sondern angepasst. Die ursprünglich geplante Tartanbahn wurde gegen einen schattigen Park getauscht. Einzelne Einheiten wurden vorverlegt. Leistungstests blieben möglich, wurden aber ausdrücklich zur Option erklärt.
Das Training nicht streichen, sondern anpassen. Und genau so solltest du auch deinen Laufcampus Trainingsplan betrachten.
Dauerläufe bei Hitze: Tempo ist nicht das Ziel
Bei lockeren Dauerläufen besteht der häufigste Fehler darin, die gewohnte Pace erzwingen zu wollen. Wer bei 30 oder 35 Grad versucht, dieselben Geschwindigkeiten wie bei 15 Grad zu laufen, zwingt seinen Körper zu zusätzlicher Arbeit. Die Hitze erhöht den Puls ohnehin. Wird nun zusätzlich die Pace erzwungen, steigt die Belastung oft stärker als beabsichtigt. Deshalb ist es sinnvoll, Dauerläufe stärker über Puls und Belastungsempfinden zu steuern. Die Pace darf an heißen Tagen langsamer werden. Das bedeutet nicht, dass das Training schlechter ist.Es bedeutet lediglich, dass die Bedingungen anspruchsvoller sind.
Intervalle bei Hitze: Lieber vier kluge als sechs erzwungene
Besonders spannend wird es bei Intervallen. Nehmen wir an, dein Trainingsplan sieht 6 x 1000 Meter im 10-km-Renntempo vor. Viele Läufer glauben nun, sie müssten entweder alle sechs Wiederholungen absolvieren oder die Einheit komplett streichen. Dabei gibt es eine dritte Möglichkeit.
Statt das Tempo deutlich zu reduzieren, kann es sinnvoll sein, die Anzahl der Wiederholungen zu verringern. Vielleicht werden aus sechs Intervallen fünf. Oder vier. Vielleicht sogar nur drei. Der Trainingsreiz bleibt erhalten, die Gesamtbelastung sinkt jedoch deutlich. Und du kannst den weiteren Trainingsplan ohne Umstellungen durchziehnen.
Trainingsintelligenz bei Hitze
Vier kluge Intervalle sind meist wertvoller als sechs erzwungene. Dieser Gedanke lässt sich auf viele intensive Trainingseinheiten übertragen.
Long Runs bei Hitze: Vernunft schlägt Sturheit
Auch Long Runs verdienen bei großer Hitze besondere Aufmerksamkeit. Hier geht es weniger um einige Sekunden pro Kilometer als um die Dauer der Belastung. Wer mehrere Stunden unterwegs ist, verliert zwangsläufig mehr Flüssigkeit und muss deutlich mehr Energie für die Kühlung aufbringen.
Deshalb lohnt es sich, Long Runs früh am Morgen zu starten, schattige Strecken zu wählen und Trinkmöglichkeiten einzuplanen. Manchmal ist es sogar sinnvoll, den Lauf etwas zu verkürzen. Fü viele Läufer kommt Abkürzen nicht in Frage wegen, fürchten eine Schwächung des Mindsets. Doch das Gegenteil ist der Fall.
Wer einen Long Run bei extremer Hitze vernünftig anpasst, schützt nicht nur seine Gesundheit, sondern häufig auch die Qualität der folgenden Trainingstage.
Wie wichtig ist eine einzelne Einheit wirklich?
Hier hilft ein kluger Gedanke. Stell dir vor, du trainierst mit einem klassischen 16-wöchigen Laufcampus-Trainingsplan und absolvierst durchschnittlich vier Einheiten pro Woche. Dann kommst du auf insgesamt 64 Trainingseinheiten. Wenn aufgrund von Hitze fünf Einheiten angepasst, verkürzt oder sogar ausgelassen werden müssen, bleiben immer noch 59 Einheiten übrig.
Natürlich ist es besser, alle 64 Einheiten sinnvoll zu absolvieren. Doch aus einer Marathonzeit unter vier Stunden wird nicht plötzlich eine Zeit von 4:20 Stunden, nur weil einige wenige Trainingstage anders verlaufen als geplant. Viele Läufer überschätzen die Bedeutung einzelner Einheiten und unterschätzen die Bedeutung von Kontinuität.
Die Leistungsentwicklung entsteht durch die Summe vieler Trainingsreize. Nicht durch eine einzige Einheit.
Wann solltest du vorsichtig werden?
Trotz aller Anpassungsmöglichkeiten gibt es Situationen, in denen Vernunft Vorrang haben muss: Schwindel, Übelkeit, ungewöhnlich hoher Puls, starke Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme sind Warnsignale, die ernst genommen werden sollten.
Wer solche Symptome bemerkt, sollte das Training abbrechen oder zumindest deutlich reduzieren. Es gibt keinen Trainingsreiz der Welt, der einen gesundheitlichen Schaden rechtfertigt. Und genau deshalb gehört auch das Erkennen von Grenzen, Symptome wahrzunehmen und dem Körpergefühl zu vertrauen zu einer intelligenten Trainingssteuerung. Kein Trainingsplan kann dein Mitdenken erstetzen.
10 praktische Tipps für das Training bei Hitze
Nachdem wir beschrieben haben, was Hitze im Körper auslöst und wie sich Trainingseinheiten anpassen lassen, kommen wir zum praktischen Teil.
Diese zehn Tipps helfen dir dabei, auch an heißen Tagen vernünftig zu trainieren und deinen Trainingsplan möglichst gut umzusetzen.
1. Starte nicht dehydriert in den Tag
Die Flüssigkeitsversorgung beginnt nicht erst kurz vor dem Training. Besonders bei mehrtägigen Hitzeperioden lohnt es sich, bereits am Vortag ausreichend zu trinken.
2. Nimm Druck aus dem Training
Nicht jeder Trainingstag muss perfekt sein. Hitze verändert die Rahmenbedingungen. Akzeptiere das und konzentriere dich auf den Trainingsreiz. Beherzige Puls vor Pace und scheue nicht davor eine Einheit auch mal abzukürzen-
3. Kühle deinen Körper bereits vor dem Lauf
Kalte Getränke, ein kaltes Fußbad oder eine kurze kalte Dusche können helfen, die Körperkerntemperatur vor dem Training etwas zu senken. Siehe dazu auch den Artikel Kühlung vor, während und nach dem Sport.
4. Plane sichere Strecken
Lieber 4 x 5 Kilometer als eine 20er-Schleife. Rundkurse bieten Vorteile. Du kannst jederzeit abkürzen, Getränke aufnehmen oder das Training beenden, wenn die Belastung zu groß wird.
5. Kenne deine Wasserstellen
Brunnen, Friedhöfe, Cafés oder Tankstellen können bei längeren Läufen wertvolle Anlaufpunkte sein. Wer seine Strecke kennt, läuft entspannter. Nimm Handy oder Kreditkarte mit um bei Bedarf Getränke kaufen zu können.
6. Nutze Schatten strategisch
Waldwege und Parks sind an heißen Tagen oft deutlich angenehmer als offene Asphaltstrecken oder Tartanbahnen. Zur Not nimm etwas Wegstrecke in Kaufen, setze dich ins Auto und fahre zu deinem unter diesen Bedingungen bevorzugtem Trainingsgelände.
7. Kühle während des Laufens
Wasser über Unterarme, Nacken oder die Kappe kann die Wärmebelastung spürbar reduzieren.
8. Trainiere dein Belastungsempfinden
Hitze zwingt dazu, stärker auf den eigenen Körper zu hören. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine wichtige Fähigkeit, die dich auch für künftiges Training und Wettkampferlebnisse stärkt.
9. Erlaube dir Alternativen
Manchmal ist Radfahren, Schwimmen oder Athletiktraining die bessere Wahl als ein erzwungener Tempolauf in der Mittagshitze.
10. Nutze die Hitze als Anpassungsreiz
Die ersten heißen Tage fühlen sich oft besonders schwer an. Doch der Körper passt sich an. Das Blutplasmavolumen steigt, die Wärmeabgabe verbessert sich und viele Läufer erleben nach einer Hitzephase einen kleinen Leistungsschub.
Die Anpassung eines Trainingsplans ist kein Scheitern
Viele Läufer betrachten ihren Trainingsplan als etwas Starres. Doch ein guter Laufcampus Trainingsplan ist kein Gefängnis. Er ist ein Werkzeug.
Wer ihn intelligent nutzt, wird bei Hitze nicht stur an jeder Vorgabe festhalten. Er wird die Bedingungen berücksichtigen, den Trainingsreiz erhalten und trotzdem vernünftig handeln.
Fazit
Nicht die einzelne Einheit entscheidet über deinen Erfolg. Die Leistungsentwicklung entsteht durch die Summe vieler kluger Entscheidungen.
Genau deshalb ist Anpassung kein Zeichen von Schwäche sondern Selbstachtung und Trainingsintelligenz.
Viel Freude beim Laufen wünscht,
Andreas Butz
Über den Autor
Andreas Butz ist Gründer von Laufcampus, Entwickler der Laufcampus-Methode und einer der bekanntesten Marathontrainer im deutschsprachigen Raum. Seit 2001 Jahren begleitet er Läuferinnen und Läufer auf ihrem Weg zu neuen Bestzeiten über 10 Kilometer, Halbmarathon und Marathon.
Als mehrfacher Buchautor, Podcaster und Referent vermittelt er praxisnahes Wissen rund um Trainingsplanung, Leistungsdiagnostik und gesundes Ausdauertraining. Seine Trainingspläne wurden bereits von tausenden Läufern erfolgreich umgesetzt.
Andreas ist selbst über 200 Marathons in über 35 Ländern gelaufen und verbindet wissenschaftlich fundierte Trainingslehre mit jahrzehntelanger Erfahrung aus der Praxis.


